The Mamas and The Papas

 

Blazek_The_Mamas_and_The_Papas

 

Flower-Power-Ikonen, Psychedelika und sexuelle Revolution

The Mamas and The Papas waren 1966 mit ihren Hits „California Dreamin’“, „Monday, Monday“ (davon wurden 3,5 Millionen Singles verkauft, 7. Mai 1966 Platz 1 der US-Charts erreicht), „I Saw Her Again Last Night“ und „Words of Love“ die erste US-Band der neuen Popmusik mit überragendem internationalen Erfolg – „Amerikas Antwort auf die britische Rock-Invasion“ (Lillian Roxon).

Mit seinem jüngsten Werk legt Matthias Blazek erstmals im deutschsprachigen Raum eine ausführliche Darstellung dieser wohl populärsten Erscheinung der Flower-Power-Zeit vor, flankiert von zahlreichen, bislang weitgehend unveröffentlichten historischen Fotos, Illustrationen und Faksimiles.

Wie kein Zweiter vermag Blazek Geschichte erlebbar und spannend darzustellen und den Leser in seinen Bann zu schlagen, wie er in zahlreichen Veröffentlichungen bewiesen hat. Plastisch und eindrucksvoll breitet der Flower-Power-Fan, der selbst bereits seit 1985 bei der hannoverschen Band Crown of Creation mitwirkt, in seinem jüngsten Werk ein Stück Musikgeschichte vor dem Leser aus.

Flower-Power icons, Psychedelics, and Sexual Revolution 

With their 1966 hit singles "California Dreamin'," "Monday, Monday," "I Saw Her Again Last Night," and "Words of Love", The Mamas and The Papas were the first U.S. band of the new pop music with truly outstanding international success—the "American answer to the British rock invasion" (Lillian Roxon).

In his latest book, Matthias Blazek presents the very first detailed German-language biography of the probably most popular band of the flower-power movement, including a great number of so far widely unknown photos, illustrations, and facsimiles.

Unparalleled in his ability to write in a way that makes history come to life again, Matthias Blazek takes the reader on a thrilling journey through possibly the most fascinating era of music history. Blazek, author of numerous successful historiographic books, is a flower-power music fan himself and is part of the Hanover band Crown of Creation since 1985.

ibidem-Verlag, Stuttgart 2014
ISBN 978-3-8382-0577-9
Cover-Artwork: Josefine Rudolf
104 Seiten, Paperback, 16,90 €
Tel. 0711/9807954

Bestellung:

ibidem-Verlag

 

zurück zur Übersicht

Paulinchen e.V. – Initiative für brandverletzte Kinder

Jedes Jahr verbrennen oder verbrühen sich allein in Deutschland 6000 Kinder so schwer, dass sie stationär behandelt werden müssen. Paulinchen e.V. wurde 1993 gegründet, um Familien nach Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen ihrer Kinder zu beraten, bei Problemen in der Rehabilitationszeit zu helfen sowie präventiv auf die Unfallursachen hinzuweisen.

Der Verein arbeitet bundesweit, ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt.

Der Verein wurde unter anderem 1998 mit einem Anerkennungspreis des Hanse-Merkur-Preises für Kinderschutz und dem Preis „Beispielhafte Hilfe für kranke Kinder“ der Kroschke-Stiftung und 2006 mit dem Preis für Prävention des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte ausgezeichnet.

Kontakt:

Paulinchen e.V.
Segeberger Chaussee 35
22850 Norderstedt
www.paulinchen.de
Telefon: 01805/112123 (14 Cent/Minute)
Email: info@paulinchen.de

Die Feuerwehr – dein Helfer in der Not:
Paulinchen

CD mit Musik von Feuerwehrleuten aus Niedersachsen zur Unterstützung brandverletzter Kinder.

Zusammenstellung: Detlef Damaske, Cover: Ingo A. Müller

Musikstil: Rock / Pop

Die Songs:

1 Memory / Crown of Creation / 1993 / 4:27
2 Summertime / Out of Tune / 2000 / 3:51
3 Daydreamer / Dead Poetz Society / 2000 / 3:59
4 Baby ride easy / Country Heart / 2001 / 3:51
5 Lonesome Traveller / German Skiffle Company / 1996 / 3:14
6 Tu y yo / Conchy / 1999 / 3:58
7 So ein Tag / Die Matzingers / 1985 / 2:00
8 Wo willst du hin? / Wathlinger / 2001 / / 3:26
9 Christophers stomp / Elephant Walk / 2000 / 4:14
10 Je te redirai ‘Je t’aime’ / Jean-Pierre Beaumier / 1996 / 3:07
11 Ever / Out of Tune / 2000 / 4:50
12 Oppershäuser Polka / Feuerwehrkapelle Oppershausen / 2001 / 2:50
13 We belong together / The Smashing Piccadillys / 2001 / 3:00

Pressestimmen:

„Die CD erscheint am heutigen Mittwoch …“ Wathlinger Bote vom 15. August 2001

„Wer sich die CD einmal anhört, sieht sich überrascht und erfreut von der Spannweite der Musik und von der mitreißenden Virtuosität der Mitwirkenden.“ Schaumburger Wochenblatt vom 15. August 2001

„Mit 13 Musikstücken spielen sich die Musiker in die Herzen der Zuhörer.“ Feuerwehr-Journal Niedersachsen-Bremen 10/2001

„Alle Künstler verzichteten auf ihre Gagen.“ Feuerwehr-Magazin 12/2004

„Dass Feuerwehrmusik auch mitreißen kann, das zeigt die CD für ‚Paulinchen’.“ www.feuerwehrfreak.de

„Witzig: der Song der Matzingers, schöne Liedermachertruppe mit einem Keyboarder (Hendrik), der heute bei Scooter aktiv ist.“ magaScene Hannover September 2001

„Von der Polka über Jazz bis zum Synthie-Pop“ Cellesche Zeitung vom 19. August 2001

„… und auch die phantastische Stimme der auf Teneriffa geborenen und heute in Wathlingen lebenden Sängerin ‚Conchy’ ist zu hören.“ Neue Woche (Burgdorf) vom 18./19. August 2001

„Die Benefiz-CD ‚Paulinchen’ beschallt mittlerweile zahlreiche Wohnzimmer.“ Wathlinger Bote vom 5. September 2001

„Das von dem Künstler Ingo A. Müller gestaltete Cover ziert übrigens das Tanklöschfahrzeug, das einst von Lachendorf nach Ahnsbeck übergeben wurde.“ Mitteilungsblatt der Samtgemeinde Lachendorf vom Mai 2002

The Incredible Ray Rockers & The Night Show

unglaublicher Rap aus Hannover mit Showeinlage

The Incredible Ray Rockers & The Night Show
The Incredible Ray Rockers& The Night Show
Djan, Niko, Matze (von links) mit Breakdancern
Gründung:1987
Auflösung:1987
Genre:Rap
Website:matthias-blazek.eu

The Incredible Ray Rockers & The Night Show war eine 1987 gegründete Rapformation aus Hannover, die mit Chris Demere von Cetu Javu zusammengearbeitet hat und 1987 dreimal auf der Bühne stand. Zur Band gehörten Djan „Nuts“ Gandjour (Gesang), Matthias „Matze“ Blazek (Keyboards), Nikolaos „Niko“ Sagiadinos (Keyboards) und zuletzt auch Oliver Minning (Keyboards).

Bandgeschichte

„The Incredible Ray Rockers & The Night Show?“ – „Yeah! The Incredible Ray Rockers & The Night Show!“ Sessel auf der Bühne, ein Sänger mit Badehaube auf dem Kopf und einem Hang zu schnellen englischen Parolen, im Hintergrund zwei Keyboarder. Das mögen einige Rapformationen in Hannover Mitte der achtziger Jahre gewesen sein. In jedem Fall präsentierten sich so 1987 The Incredible Ray Rockers & The Night Show.

Sie bestanden nur ein Jahr, arbeiteten aber in dieser Zeit hart und erfolgreich. Davon zeugen Livemitschnitte. Die Gründung erfolgte durch die bald-Abiturienten Djan „Nuts“ Gandjour, Nikolaos „Niko“ Sagiadinos und Matthias „Matze“ Blazek. Treibende Kraft war Djan Gandjour, der mit Songwriter Niko Sagiadinos bereits eine ausgesprochen erfolgreiche Breakdance-Saison hinter sich gelassen hatte. Matthias Blazek hatte als Sänger der Matzingers eben diese beiden Musiker bereits im Vorprogramm seiner Band 1985 auf der Bühne gesehen und gleichzeitig bei Crown of Creation an den Tasten gespielt. Für einen guten Sound bei den Proben in der Aula ihres Gymnasiums zeichnete Cetu Javu-Kopf Chris Demere verantwortlich.

Verschiedene Male traten die Incredible Ray Rockers & The Night Show, kurz auch „Ray Rockers“ genannt, live auf, so zuerst in der Lutherschule Hannover am 29. Mai 1987. Im Vorprogramm präsentierte sich hier eine Session-Formation mit Hans-Christian Burchard am Mikrophon mit einer Performance, die das Konzert von vornherein auf ein hohes Niveau brachte. Weiter ging es im Vorprogramm der hannoverschen Synthie-Popper Cetu Javu im Theater Seraphin in Hannover-Hainholz am 5. Juni 1987, wo man nicht viel Zeit zum Spielen hatte, aber dank des engagierten Sängers einen bleibenden Eindruck hinterließ. Die Titelfolge an diesem Abend: „Love can turn around“, „Rhythm Revenge“, „Telephone Rap“, „Matrimonium“, „A-capella-Rap“, „Sesselgelaber“, „Neger Rap“, „Disco-Mix“.

Das Theater Seraphin war damals noch sehr jung, es wurde von der Lübecker Schauspielerin Beatrice Fago und ihrem Lebensgefährten, dem Schauspieler und Regisseur Christian Preuß, 1985 auf einem früheren Fabrikgelände gegründet und 1996 wieder aufgegeben. Heute befinden sich dort unter anderem die Noah Studios von Jens Bernewitz.

Der Haupt-Act des Abends, Cetu Javu, hatte damals den Auftakt für ein Theaterstück übernommen. Cetu Javu trat insgesamt drei Tage dort auf. Von ihrer Präsenz zeugt heute eine CD-ROM, die, mit Einlegeblatt etc. versehen, als Bootleg gehandelt wird. Chris Demere schrieb dazu am 7. April 2008: „Aufnahmen habe ich leider nicht bzw. kann mich auch nicht erinnern, dass offiziell mitgeschnitten wurde.“

Den letzten Auftritt hatten The Incredible Ray Rockers & The Night Show in der hannoverschen Diskothek Fantasia, und zwar mit der großartigen Unterstützung des Keyboarders und damaligen Lutherschülers Oliver Minning. Das Fantasia Hannover hatte sich auf dem Grundstück Badenstedter Straße 85 befunden, ganz in der Nähe des Elternhauses von Oliver Minning. Danach gingen die Bandmitglieder auseinander und eigene Wege. Bundeswehrzeit und Studium beendeten eine rasante Erscheinung an dem hannoverschen Rap-Himmel.

Ein Song der Band, „Telephone Rap“, erschien später (1995) auf dem limitierten CD-Sampler „CROWN OF CREATION“ – The best of Hannover-Sound 1973-1993, neben hannoverschen Rock- und Popgrößen, wie Crown of Creation, Eloy, Fury in the Slaughterhouse und Hans-a-Plast.

2006 landete die Band ganzseitig im „Niedersächsischen Bandkompendium 1963-2003“. Getitelt wurde (Seite 72): unglaublicher Rap aus Hannover mit Showeinlage.

Mehr als 20 Jahre nach ihrem musikalischen Wirken standen die Musiker wieder in Kontakt. Djan Gandjour hatte sein Arbeitsleben mittlerweile nach Louisiana/Südstaaten der USA verlegt, Nikolaos Sagiadinos verdingte sich als DJ und beim Programmieren, Matthias Blazek war dem Journalismus verfallen, Oliver Minning hatte seinen Lebensmittelpunkt zwischenzeitlich im Ruhrgebiet. Am 16. November 2010 schrieb Matze an Niko: „Zufälle gibt’s. Wenn ich bedenke, was wir im Fantasia gerissen haben …“ Dazu Djan: „Für uns war das eine einmalige und außergewöhnliche Sache (ein echter Kracher). Ich hatte selbst vor ein paar Wochen noch an unseren Auftritt gedacht.“ Niko erinnerte sich: „Wir waren gut, aber unserer Zeit voraus. Hip Hop war damals noch nicht so angesagt. (…) jetzt muss ich nur noch meine Finger auf Vordermann bringen und wir können wieder ins Fantasia ;-)“

Am 15. November 2018 haben sich die früheren „Ray Rockers“ Matthias Blazek, Oliver Minning und Nikolaos Sagiadinos in Celle getroffen und über ein musikalisches Projekt im Jahr 2019 gesprochen. So, als hätten sie sich nie aus den Augen verloren …

Diskografie

Benefiz- / Tribute-Sampler etc.

  • 1995 – „CROWN OF CREATION“ – The best of Hannover-Sound 1973-1993 (mit Telephone Rap)

Sonstige Veröffentlichungen

Nebenprojekte

1994 ff. – diverse CDs
1996 – German Skiffle Company (CD)
  • Matzingers (Soloprojekt Matthias Blazek 1983–1986)
1999 – Anthology (CD)
2003 – Adventskonzert (CD)
  • Matthias Blazek und Thomas Czacharowski (Soloprojekt)
2015 – Die Moorsoldaten (EP)

Weblinks

Die Matzingers, archive.today

 

zurück zur Übersicht

German Skiffle Company

Skiffeln in Frankreich möglich oder nicht?

German Skiffle Company
German Skiffle Company
Beaumier, Verdié, Djender, Kampf, Blazek, Söhlmann (†) (v.l.n.r.)
Gründung:1994
Auflösung:1997
Genre:Skiffle
Website:matthias-blazek.eu

„This is the German Skiffle Company, always happy, happy as could be, with love to music and love to you, always happy, sure that’s true. This is the German Skiffle Company.“ Die German Skiffle Company war eine 1994 gegründete Skifflegruppe aus Fontainebleau, die mehrfach im Pariser Raum auf der Bühne stand und 1996 in Frankreich eine CD veröffentlichte.

Bandgeschichte

Ursprünglich war geplant, die Karnevalsfeier 1995 durch musikalische Live-Einlagen zu bereichern. Aus diesem Grunde setzten sich Willi Kampf, Christoph Zientek und Volker Hülse im November 1994 im Stabsgebäude des Deutschen Militärischen Bevollmächtigten in Frankreich (DMBv FR) zusammen und brüteten etwas aus. Der Vollständigkeit halber muss erwähnt werden, dass alle zur Bundeswehr gehörten und für einige Jahre im schönen Frankreich ihren Dienst tun durften. Es darf auch nicht verschwiegen werden, dass Willi Kampf vom Freund eines Freundes ein wirklich schönes, aber unbrauchbares altes Banjo vererbt wurde.

Anfangs war noch nicht klar, welche Art von Musik dem anspruchsvollen Publikum einer deutschen Delegation in Frankreich geboten werden sollte. Wäre es nach Achim Herborn gegangen, wäre es die Geburtsstunde eines Shanty-Chores geworden. Doch dann erinnerte sich Willi Kampf an Dieter Söhlmann, den er einst beim Sprachenlehrgang in Hürth mit einer Gitarre unter dem Arm gesehen hatte; außerdem gab es beim Sprachendienst noch einen Graukopf namens Ulrich Glindemann (†), der ab und zu auf dem bundeswehreigenen Piano im „Deutschen Haus“ in Avon Rhythm & Blues muckte. Schließlich kam noch Jürgen Marherr aus Hannover mit seiner 12-saitigen Westerngitarre hinzu. Dieter Söhlmann hatte ihn getroffen und mit ihm über alte Hannoveraner Pfadfinderzeiten geplaudert. Dabei hatten sie wehmütig auf ihren Lauten gezupft.

Man traf sich und spielte drauflos. Es gab Gitarren, das Piano, auch ein Akkordeon war aus alten NVA-Beständen dienstlich nach Frankreich transferiert worden. Die Musikrichtung war schnell gefunden: ein wenig Rock, etwas Blues, dazu Western- und Skiffle-Elemente; das war die Mischung, die, gepaart mit guter Laune und Improvisationstalent, dam künftigen Publikum präsentiert werden sollte. Für das bereits genannte Banjo wurde schnell einen Nachfolgemodell gefunden, und auch ein Waschbrett (engl. washboard, franz. planche à laver) stand plötzlich zur Verfügung.

Nach wie vor großes Ziel: die Karnevalsfeier 1995. Großer Dank gebührt Uwe Blase, der es in kürzester Zeit fertig brachte, allen geprobten Ohrwürmern unvergessliche Texte zu verpassen, die noch heute in Erinnerung sind.

So etwas funktioniert natürlich nicht ganz ohne Technik, auch wenn die Musik von Hand gemacht ist. Georg Heinz stand der Gruppe vom ersten Auftritt an nicht nur technisch mit Rat und Hilfe zur Seite, als Sänger und Bassist sowie an der „Planche“ war er unverzichtbar. Karneval ’95 (17. Februar 1995) wurde der erste große Erfolg der Gruppe, die sich bereits damals, wenn auch zunächst vorläufig, den Namen German Skiffle Company (G.S.C.) zulegte. Dieser Name ist angelehnt an den der Bourbon Skiffle Company aus Hannover, die der Band Vorbild und Ansporn war, ebenso wie der unvergessene Lonnie Donegan und, nicht zu vergessen, Huddy Ledbetter und Pete Seeger.

Leider verließ Ulrich Glindemann die Band; er ging nach Deutschland zurück. Ersetzt wurde er, aber wer spricht in so einem Fall schon von Ersatz, von Martina Clemens, einer begabten und talentierten Pianistin, die von Beginn an durch gekonnte Ragtime-Interpretationen zu beeindrucken wusste. Auch für Volker Hülse war nach Karneval die Skifflezeit vorbei.

Es kam Jean-Pierre Beaumier, ein geborenes Musiktalent, vielseitig und „mit Stimme“. Bei der „Délégation“ war man sich darüber einig, dass er mindestens ein weiteres Paar Arme benötigt, um seine Talente voll ausnutzen zu können.

Es folgten noch in 1995 Auftritte bei der Deutschen Botschaft in Paris, ein „Open Air“ im Deutschen Haus sowie drei Veranstaltungen in kleinerem Rahmen. – Am Namen „German Skiffle Company“ wurde trotz einiger weiterer Überlegungen nichts mehr geändert. Wie sagte doch Willi Kampf so treffend: „Wir wollen lieber die beste Skiffle-Formation in Frankreich sein als eine drittklassige Tanzkapelle!“

Geprobt wurde grundsätzlich am Mittwoch, denn dies war der Ruhetag im „Deutschen Haus“. Der Proben-Ort musste jedoch alsbald verlegt werden; denn die Musik wurde nicht nur immer besser, sondern auch lauter. Der Vorstand des Sozialvereins hatte es sich, angespornt durch den durchschlagenden Erfolg der G.S.C., nicht nehmen lassen, einen Ampli-Mixer und zwei Boxen zu finanzieren. Man ging ins Camp du Bréau; dort war Platz, es gab keine Nachbarn, und man konnte bei Bedarf Freiluft- oder auch Raumatmosphäre simulieren.

Durch regelmäßige Proben wuchs das Repertoire bald auf annähernd 90 Titel an. Das war für Amateure in jedem Fall zuviel. Abspecken für mehr Qualität anstatt Quantität war die Devise. Und dann stand auch schon wieder Fasching vor der Tür, und Willi Kampf hatte ja noch die Idee, für seine Enkelkinder etwas Bleibendes zu schaffen, eine CD.

Es fehlte der Gruppe noch immer eine batterie (französisch für Schlagzeug); denn was ist eine Band ohne Schlagzeug? Es kam Jean-Jacques Verdié, der bereits im Orchester Michel Legendre Erfahrung gesammelt hatte, und mit ihm das gewisse „Etwas“, was irgendwo und irgendwie schon immer gefehlt hatte.

Karneval ’96 (17. Februar 1996) wurde nochmals ein großer Erfolg. Es stellte sich heraus, dass, obwohl Uwe Blase-Niemeyer als Texter schmerzlich vermisst wurde, andere „Naturbegabungen“ förmlich in diese Lücke stürzten (Martina Clemens, Willi Kampf, Dieter Söhlmann) und dabei kabarettistisches Talent bewiesen. – Georg Heinz verließ die Band kurz danach aus persönlichen Gründen. Dank Dieter Söhlmanns organisatorischen Geschicks erholte sich die G.S.C. schnell davon und arbeitete intensiv an der Perfektionierung ihres Stils; zwei bis drei Proben in der Woche waren keine Seltenheit.

Und dann kam Matthias Blazek, der bereits Erfahrungen als Musiker bei der Gruppe „Crown of Creation“ gesammelt hatte. Er sorgte dafür, dass nicht soviel „‘rumgeskiffelt“ wurde und schnitt im Camp du Bréau verschiedene Bandproben mit. Es folgten Auftritte am 5. Mai beim öffentlichen Brocante (Krammarkt) im „Deutschen Haus“ in Avon, am 16. Juni bei der Fête de la Musique in Moret-sur-Loing sowie am 22. Juni 1996 beim Einkaufszentrum „Carrefour“ in Villiers en Bière.

CD-CoverSo erschienen im Sommer 1996 auch die ersten Presseartikel über die G.S.C., und auch die Musikszene im Département Seine et Marne wurde aufmerksam, dass sich bei der Bundeswehr in Fontainebleau musikalisch etwas entwickelte. Am 10. Juli 1996 stieg Matthias Blazek mit Gesang, Waschbrett und Tamburin als neues Bandmitglied ein. – Der Wunsch, das erarbeitete Musikrepertoire auf einem Tonträger festzuhalten, wurde größer. Mit viel Vorbereitungsarbeit, finanziellem Engagement der Musiker aber auch Unterstützung durch die Dienststellen DMBv FR und Bundeswehrverwaltungsstelle in Frankreich und – besonders hervorzuheben – den „Sozialverein“, wurden die ersten Studioaufnahmen eingespielt. Die CD der „German Skiffle Company“ mit insgesamt 21 Titeln, darunter zwei Live-Aufnahmen, erschien – rechtzeitig vor dem Jubiläumsjahr des DMBv FR – am 18. Dezember 1996 in einer Auflage von zunächst 500 Stück.

Die Titelfolge der CD:

1. Sing a happy Melody

2. Worried Man Blues

3. Somebody stole my Gal

4. Les Copains d’abord

5. Gloryland

6. Lonesome Traveller

7. Let’s take a Ride

8. Mobil Line

9. Lonesome me

10. Come together

11. Puttin’ on the Style

12. Take another

13. Skilled, good & greasy

14. This Train

15. Oh, when the Saints

16. Whiskey in the Jar

17. San Francisco Bay

18. Easy Rider

19. Midnight Special

20. Oldtime Religion

21. Sozialverein

Dieter SöhlmannMatthias BlazekMartina ClemensWilli KampfJean-Pierre BeaumierJean-Jacques Verdié
Besetzung 2006DieterMatthiasMartinaWilliJean-PierreJean-Jacques

Ohne Atempause wurde auch zu Beginn des Jahres 1997 weiter musiziert. Durch Vermittlung des neuen Bandmitglieds Hartmut Michels (banjo), er hatte auch schon bei einigen Studioaufnahmen mitgewirkt, erhielt die G.S.C. am 28. Januar 1997 die Möglichkeit, in der Deutschen Schule in St. Cloud aufzutreten. Albert Locher stieß ungefähr zur gleichen Zeit zur German Skiffle Company. Auch er war mit Trompete und virtuosem „Löffelspiel“ bereits auf der CD verewigt. Für Martina Clemens endete die Skifflezeit nach dem Auftritt in St. Cloud. An ihre Stelle trat Michèle Djender aus Samois-sur-Seine.

Am 30. Mai 1997 bestritt die German Skiffle Company – neben „Purple Valley“ und „Sherwood“ – La Nuit du Rock, die in dem Veranstaltungszentrum „Grange aux Dîmes“ in Samoreau ausgetragen wurde. Mit insgesamt 20 Stücken hielt die Skiffleband an dem Abend ihr Publikum bei Laune. Video- und auch Tonmitschnitt von der Veranstaltung belegen dies nachhaltig.

Aufgehört! Rod Davis von The Quarrymen, jener Band, die für Beatle John Lennon den Einstieg in seine musikalische Karriere bedeutete, schrieb Matthias im Zuge eines CD-Tauschgeschäfts auf Französisch:

Salut Matthias!

Un grand merci d’avoir commandé notre CD! J’espère que cela te plaira.

Salutations de la part des Quarrymen

Rod Davis

Der Brief ist abgebildet im „Niedersächsischen Bandkompendium 1963–2003“ (Celle 2006, ISBN 978-3-00-018947-0).

Bedingt durch den im Ausland unvermeidlichen Personalwechsel kam die Tätigkeit der German Skiffle Company noch im Jahre 1997 zum Erliegen.

Im Jahre 2001 erschien in Deutschland mit Unterstützung der „Sparda-Bank Hannover eG“ die CD „Paulinchen“ (ROX 78-01) zugunsten der Elterninitiative brandverletzte Kinder. Hierauf ist die German Skiffle Company noch einmal mit ihrem Titel „Lonesome Traveller“, aber auch Jean-Pierre Beaumier mit „Je te redirai ‘Je t’aime’“, verewigt. 2006 fand die German Skiffle Company Erwähnung auf dem Rückumschlag des „Niedersächsischen Bandkompendiums 1963–2003“ von Matthias Blazek.

Bandmotor Dieter Söhlmann starb nach Informationen von Willi Kampf bereits im November 2010.

Ein Schock war es, als die Nachricht die Runde machte, dass der Gitarrist, Mundharmonikaspieler und Sänger der German Skiffle Company Jean-Pierre Beaumier, der lange Jahre treu als Hausmeister beim DMBv FR gearbeitet hatte, einem langen und schweren Krebsleiden erlegen war. Jean-Pierre war am 10. März 1949 geboren und hatte in Veneux-Les Sablons gelebt. Er wurde am Freitag, 16. Februar 2018, zur letzten Ruhe geleitet.

Über mehrere Jahre liefen Planungen an dem CD-Sampler 40 Jahre Skiffle in Deutschland 1971–2011, zu dem auch zwei Titel der German Skiffle Company beigesteuert werden sollten, darunter mindestens ein Titel von dem viel beachteten Konzert in Samoreau 1997. Kontakt zum Skiffle-Experten Nr. 1 in Europa, Holger Lührig, wurde hergestellt. Auf dem CD-Sampler des bewährten Produktionsteams Lutz Eikelmann/Klaus Neumeister (CD-Box Swinging Germany, Moon Sound Records, 2009) mit Skiffle aus deutschen Landen kam die German Skiffle Company nicht unter.

In wenigen Wochen erscheint nun die Sampler-CD „50 Jahre Skiffle in Deutschland 1968-2018“. Die auf 300 Exemplare limitierte CD liefert einen Querschnitt durch die lebendige deutsche Skiffleszene. Die Coverzeichnung stammt von Jürgen Koerner, der selbst bei der Timmendorfer Skiffle Group Skifflemusik macht, das Booklet von Klaus Harenberg, das Mastering von den Noah Studios in Hannover, Konzept und Idee von Matthias Blazek. Neben den Favoriten der angesagten deutschen Skifflebands finden sich auf der 78-minütigen CD auch mehrere exklusiv aufgenommene Songs wieder.

CD-Cover 50 Jahre Skiffle in Deutschland 1968-2018

CD-Cover 50 Jahre Skiffle in Deutschland 1968-2018

Am 23. Juli 2018 ist der Silberling in limitierter Auflage erschienen. Und hier sind einige Stimmen zur CD:

„Ja, das Produkt ist sehr gut gelungen und mit dem originellen, einzigartigen Coverbild auch sehr ansprechend. Booklet & Musik gefallen mir auch. Ein schöner, durchaus repräsentativer Querschnitt.“ – Lutz Eikelmann (Lutz Eikelmann Skiffle Group), 2. August 2018

„Supersound, Dank an deine gute Wahl des Tonmeisters und an den Tonmeister selbst! Die durch das Alphabet vorgegebene Reihenfolge finde ich hörenswert. Manche Übergänge sind geradezu witzig. :)) Sehr interessante Stücke dabei, manche sind ja wirklich hoch historisch!“ – Reiner Adler (Addi’s Skiffle Company, Liebfrauenmilch-Orchestra) , 2. August 2018

„Ich finde, sie macht einen sehr guten Eindruck. Sehr unterschiedliche Titel hast du ausgewählt und der Sound ist gelungen, also die CD ist rundum gut anzuhören. Das Bild auf dem Booklet ist nicht nach meinem Geschmack, aber das ist sicher nicht von Bedeutung.“ – Karin Marciniak (Skiffle Track), 5. August 2018

„Dir ist ja ein schöner Querschnitt an Musik gelungen, super.“ – Peter Reimann (Rainy Skifflemen), 10. August 2018

„Ist eine tolle Kiste geworden, kann sein, dass ich doch noch die eine und/oder andere CD brauchen kann.“ – Hansjörg Rossa (Black Bottom Skiffle Group), 14. September 2018

Kleiner Tipp zum Schluss: die CD-Box von 2010 Skiffle Sensation – 200 Original Hits & Rarities, 10-CD-Set für 11,99 Euro!

Ja, und jetzt?

Einfach mal reinhören!

German Skiffle Company bei YouTube mit „Worried Man Blues“

Diskografie

Alben

  • 1996 – German Skiffle Company

Benefiz- / Tribute-Sampler etc.

  • 1997 – Tape FRACTION STUDIO PROMO N°3 (Melun/Frankreich, mit Skilled, good & greasy)
  • 2001 – Paulinchen (Benefiz-Album für die Elterninitiative brandverletzte Kinder, mit Lonesome Traveller)
  • 2018 – 50 Jahre Skiffle in Deutschland 1968-2018 (mit Battle of New Orleans, My Baby left me)

Sonstige Veröffentlichungen

  • 1996 – Szene-Ticker in der magaScene Hannover 7/96, S. 72
  • 1997 – Bandflyer „Info – GERMAN SKIFFLE COMPANY – skiffle * folk * dixieland * gospel & blues“
  • DF-Journal/Fontainebleau 05/96, 06/96, 11/96, 01/97, 05/97, 06/98

Nebenprojekte

1994 ff. – diverse CDs
  • Matzingers (Soloprojekt Matthias Blazek 1983–1986)
1999 – Anthology (CD)
2003 – Adventskonzert (CD)
  • Matthias Blazek und Thomas Czacharowski (Soloprojekt)
2015 – Die Moorsoldaten (EP)

Weblinks

Mit „Skilled, good & greasy“ auf FRACTION STUDIO PROMO N°3 – Compilation Catalogue (2004)

 

zurück zur Übersicht

Die Matzingers

Schulband an der Lutherschule Hannover

Die Matzingers
Die Matzingers
Hendrik, Christian, Matze, Votan Ole, Sille (von links)
Gründung:1983
Auflösung:1986
Genre:Liedermacher
Website:matthias-blazek.eu

Die Matzingers waren eine von 1984 bis 1986 bestehende Liedermachergruppe aus Hannover. Ein Bandmitglied spielte bis 2013 bei der Gruppe Scooter.

Bandgeschichte

Rick Jordan zählt heute zu den erfolgreicheren deutschen Musikern. Anfang der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts hatte er bereits unter seinem eigentlichen Namen, Hendrik Stedler, seine ersten musikalischen Erfahrungen mit den Schulbands Laser, Megabyte (beziehungsweise Virus) und Matzingers gesammelt.

Zur Gründung der Schulband des Gymnasiums Lutherschule Hannover kam es wohl 1983 während einer „Chorfreizeit“ in Espelkamp. Außer Matthias Blazek als Sänger waren noch Hendrik Stedler und zwei weitere junge Schüler dabei. An einem Abend wurden Stücke, wie „Jailhouse Rock“, mit Matthias am Mikrophon interpretiert. Hendrik Stedler hatte Keyboardunterricht beim späteren Rockbüro-Leiter Edu Wahlmann genossen, der seinerzeit Erfolge mit „Jon Symon’s Macbeth“ feierte.

Ende 1983/Anfang 1984 mobilisierten die beiden Musiker weitere Schüler, in der – noch namenlosen – Schulband mitzuspielen: Das waren zunächst Silke Kasten (Gesang), Claudia Wennehorst (Gesang), Petra und Maren Wosnitzka (beide Percussions). Die Gruppe arbeitete auf ein großes Ziel hin, und zwar auf ein Konzert in der Aula der Lutherschule am 4. Juli 1985. Geprobt wurde im Musiksaal der Lutherschule und bei Hendrik in dem im Keller eingerichteten Studio. Das Konzert war ein Erfolg, etwa 200 Personen waren da, darunter auch viele Lehrer, Schüler, Freunde und Verwandte. Als Vorgruppe trat eine Breakdance-Formation auf, die späteren The Incredible Ray Rockers & The Night Show.

Das Repertoire umfasste auch viele deutschsprachige Eigenkompositionen aus Matthias Feder, wie „Friedhofsballade“, „Neandertalmann“ und „Landwirtsong“, aber auch englische, wie „Hopeless“ und „Blues of the lonely Man“. Musiklehrer Georg Schönwälder, mittlerweile pensioniert, attestierte, es ließe sich über die Qualität streiten, die Stimmung und der Abend seien hingegen eins a gewesen.

Petra erinnert sich heute (2011), in einer E-Mail an Matthias: „Percussion … stimmt ja … und dein berühmter Neandertalmann, das sind Erinnerungen – Mann oh Mann!“

Nach dem Auftritt traten die beiden Wosnitzka-Schwestern aus, und es kamen Ole Olszok (Saxophon) und Christian Rieger (Mundharmonika). Zu Hause bei Hendrik knüpfte die Band an bereits vorausgegangene Studioeinspielungen an („Stedler-“, später „Ambience-Studios“) und spielte unter Mithilfe von Lutz Heinemeyer (Drumcomputer) ein Tape ein, das 50-mal kopiert und je 5,- D-Mark (2,55 Euro) verkauft wurde.

Cover des Tapes (1985)
Die Cover waren durchweg handgemalt vom Sänger, dies dürfte die einzige Ausnahme gewesen sein, mit dem aufgeklebten Bandfoto, wie Hendrik Matze das Katzenfutter reicht (das letzterer dann sogar probiert und sich danach geekelt hat).

Darauf wurden auch vier Livetitel vom 4. Juli 1985 untergebracht, dann folgten zwei jüngere Stücke mit Ole und Christian und dann die vielen Einspielungen ohne die beiden (außer „Blues of the lonely Man“, bei dem „Votan Ole“ und Christian mitspielten). Im September 1985 traten die Matzingers dann beim „Li-Wi-Wa-Schu-Fest“ in Adelheidsdorf auf.

Einen Abend spielten Hendrik und Matthias einen gewaltigen „Psychedelic“ ein, und zwar nach Einnahme eines gewissen Quantums an Rotwein. Anfang Januar 1986 spielten die Matzingers wieder den „Neandertalmann“ ein, diesmal mit Saxophon, Matthias an den Keyboards und Hendrik an den Drums. Es war der letzte Event der Gruppe.

Am 14. Januar 1986 setzten sich die Musiker gemeinsam im Musiksaal der Lutherschule zusammen und beschlossen, auseinander zu gehen.

Matthias hatte bereits Crown of Creation gegründet. Auf Hendrik warteten große Zeiten mit Celebrate The Nun und Scooter.

Die Lutherschule Hannover brachte außerdem die Bands Cetu Javu und Hopps (mit Petti West) hervor.

Der Matzingers-Titel „Frustsong“ wurde von Crown of Creation 1994 (CD „Real Life“) und 2010 (EP-CD „Darkness in your Life“) neu interpretiert und veröffentlicht.

Gleich nach der CD-Veröffentlichung: Wathlinger Boten vom 28. August 2010.

Wathlinger Bote vom 28. August 2010.

Am 1. November 2013 gab es ein kleines Wiedersehen beim Eisbeinessen der Vereinigung ehemaliger Lutherschüler. Sille, Wenne und Matze saßen sich gegenüber und schwelgten in Erinnerungen an die goldenen Jahre. Zum Schluss gab es für die beiden Frauen noch eine kleine Überraschungstüte (das Niedersächsische Bandkompendium von 2006 und die EP-CD von Crown of Creation „Darkness in your Life“ mit der 2010er-Version vom „Frustsong“).

Es ist aktuell eine Neueinspielung von „Blues of the lonely Man“ im Gespräch.

Presseinformation

Die Lutherschulband „Die Matzingers“ (1985) ist erstmals auf CD erhältlich

Musiklehrer Georg Schönwälder, mittlerweile pensioniert, attestierte nach dem doch beachtenswerten Matzingers-Konzert am 4. Juli 1985, es ließe sich über die Qualität streiten, die Stimmung und der Abend seien hingegen eins a gewesen.

Die neue CD, auf der sich nun zwei Studioaufnahmen der Matzingers wiederfinden, ist eine Doppel-CD, und zwar die Best-of-Zusammenstellung der 1985 vom Matzingers-Sänger Matthias Blazek mitgegründeten Band Crown of Creation. Sie wird auf dem Label von HOFA GmbH aufgelegt.
Auf der Best-of-CD befinden sich nicht nur die großartigen Studioproduktionen des „Real Life“-Albums, sondern auch viele hitverdächtige Produktionen von Crown of Creation und erfolgversprechende Sideprojekte, die auf den nachfolgenden, in kleinerer Auflage produzierten (und zum Teil vergriffenen) CDs erschienen sind, und viele hörenswerte Demoaufnahmen, die zwischen 1985 und 1993 in Homerecording-Studios in Großmoor und Hannover produziert worden sind. Besonderes Highlight sind zwei Titel aus der Schaffenszeit der Matzingers, bei denen neben Matthias Blazek auch der Lutherschüler Rick Jordan (Hendrik Stedler) mitgewirkt hatte: „Friedhofsballade“ und „Neandertalmann“, beide von 1985 und bislang auf CD nicht veröffentlicht.

Insgesamt finden sich auf der Zusammenstellung über zweieinhalb Stunden Musik feinster Synthiepop-Musik, schöner Balladen und vieler tanz- und discogeeigneter Stücke, sodass für nahezu jeden Geschmack etwas dabei ist. Alle Stücke wurden von Tonstudiobetreiber Jens Bernewitz, den Lutherschülern ebenfalls noch gut als Hopps- und Los Tumpolos-Musiker in Erinnerung, professionell klanglich optimiert und remastert. Ein dickes Hochglanzbooklet aus der Ideenwerkstatt von Bodo Lenk gibt reich bebildert die komplette Bandgeschichte preis. Zu allen Songs werden im Booklet Erläuterungen zur Produktion und Entstehungsgeschichte gegeben.

Die CD ist unter anderem im Internet bei Ebay erhältlich.

Die früheren Matzingers Sille, Matze und Wenne (von links) haben sich in Hannover wiedergesehen.

„Hopeless“, „Blues of the lonely Man“, „Friedhofsballade“, „Neandertalmann“: Die früheren Matzingers Sille, Matze und Wenne (von links) haben sich am 4. November 2016 beim 108. Geburtstag der Vereinigung ehemaliger Lutherschüler in Hannover wiedergesehen. Foto: Heidi Blazek

Diskografie

Alben

  • Tape „Neandertal“ (1985; Eigenvertrieb)
  • „Anthology“ (1999; streng limitierte CD-R, Eigenvertrieb)

Benefiz- / Tribute-Sampler etc.

  • Paulinchen“ (mit So ein Tag, 2001; ROX 78-01)

Pressestimme dazu: „Witzig: der Song der Matzingers, schöne Liedermachertruppe mit einem Keyboarder (Hendrik), der heute bei Scooter aktiv ist.“ (magaScene Hannover September 2001)

Sonstige Veröffentlichungen

Nebenprojekte

1994 ff. – diverse CDs
1999 – Anthology (CD)
2003 – Adventskonzert (CD)
  • Matthias Blazek und Thomas Czacharowski (Soloprojekt)
2015 – Diverse: Die Moorsoldaten (EP)

Weblinks

 

zurück zur Übersicht

Crown of Creation

Crown of Creation

Offizielle Homepage

Zwei Frankreich-Touren und die CD Real Life aus dem Jahre 1994

Crown of Creation
Crown of Creation
Crönert, Blazek, Lesch, Czacharowski (v.l.n.r.)
Gründung:1985
Auflösung:
Genre:Synthie Pop
Website:matthias-blazek.eu

Crown of Creation ist eine 1985 gegründete Popmusikband aus Hannover, die mit Rick Jordan von Scooter zusammengearbeitet hat und auf diversen Musiksamplern vertreten ist. Zweimal ist sie in Frankreich auf Tournee gewesen. Zur Band gehören Anne Crönert (Gesang), Matthias Blazek (Keyboards), Thomas Czacharowski (Keyboards) und Adrian Lesch (Keyboards).

Bandgeschichte

Als Tomate am 18. August 1985 von Matthias Blazek und Thomas Czacharowski gegründet, spielten die Musiker anfangs nur mit kleinem elektronischem Equipment (dazu gehörte auch eine Melodika). Mit Michaela Rutsch und Anja Wieneke sangen in den ersten Jahren wechselweise junge Frauen mit. Tomate startete als reines Studioprojekt aktiv durch und nahm laufend eigene deutsch- und englischsprachige Kompositionen in Thomas Wohnzimmer in Großmoor (bei Celle) auf. Erst am 15. Januar 1987 benannte sich die Band in Crown of Creation um, angelehnt an ein Album der Flower-Power-Band Jefferson Airplane. Mit dem Umzug von Thomas Czacharowski nach Hannover war die Gruppe fortan ein hannoversche.

Matthias Blazek spielte 1987 gleichzeitig als Keyboarder bei der hannoverschen Rapformation The Incredible Ray Rockers & The Night Show, mit der er 1987 verschiedene Male live auftrat, so in der Lutherschule Hannover, im Vorprogramm von Cetu Javu (Hörprobe) im Theater Seraphin in Hannover-Hainholz und in der Diskothek Fantasia.

Laufend erfolgten Umbesetzungen bei Crown of Creation, stets blieb man aber seinem eigenen Stil treu: synthesizer-getragene Popmusik, der Texte über Beruf und Alltag beigegeben wurden. In den Jahren 1988/89 waren neben Matthias Blazek und Thomas Czacharowski dabei: ffn-Moderatorin Sabine Mertens (voc), Mustafa Akkuzu (g; später Fun Fun Crises, Primaries, heute als Drummer bei GetOnUp), Frank Pokrandt (voc), Claudia Rohde (voc), Andreas Harms (g), Thomas Richter (bass) und Angela Thies (voc).

Nach einem kurzzeitigen Intermezzo mit Martin Zwiener (Silent Scream/Drift, The Working Hour) als CoC meets Silent Scream in 1992 bekamen Crown of Creation mit Nicole Krahn (Ex-Dritter Aufguß) eine neue Sängerin, mit der die Debüt-CD Real Life eingespielt wurde. Dieser, von Herman Frank (Victory), Rick Jordan (Celebrate The Nun, Scooter), Jens Lüpke und Martin Zwiener produzierte Silberling erschien auf dem Label ContraPunkt am 22. Februar 1994. Am 31. Mai 1994 stieg Lucky-Five-Gründer Oppi aktiv als Gitarrist bei Crown of Creation ein. Es folgten mehrere Auftritte in Hannover und Umgebung, bei denen sich Backgroundsängerin Nicci Knauer (Ex-Young-Lust) bald als neue Sängerin präsentierte. Kurz darauf kam Adrian Lesch aus Hannover als Keyboarder zur Band. Zeitgleich verließ Matthias Blazek aus beruflichen Gründen die Gruppe. Die frühere Sängerin Nicole Krahn heiratete 1997 Rick Jordan und ging mit ihm nach Hamburg. Auf verschiedenen Scooter-CDs ist sie als Nikk im Background und auch im Leadgesang zu hören.

Vom 5. bis 11. Oktober 1994 war die Band in der Umgebung von Paris im Departement Seine-et-Marne auf Tournee. Im Januar 1995 wurde in streng limitierter Auflage die CD Back to the beginning – The best of the first 10 years veröffentlicht, auf der 16 StuCover von 1999dio- und Liveaufnahmen der Jahre 1986 bis 1994 zusammengestellt waren. Vom 3. bis 17. August 1995 ging es wieder auf Tournee in die Umgebung von Paris. Anschließend wurde das 10-jährige Bandjubiläum in Großmoor bei Celle gefeiert (mit Titelseite im Wathlinger Boten). Im September 1995 wurden mit Toningenieur Matthias Dorn Titel für die bevorstehende CD eingespielt. Diese hieß Crown of Creation meets Friends und erschien in limitierter Auflage. Im Frühjahr 1999 erschien, wieder limitiert, der Sampler 15 Years of Crown of Creation. Im Jahre 2001 gelangte der Titel Memory auf den Benefiz-Sampler Paulinchen. 2003 wurde der Titel Friends auf dem Sampler Berenstark 10 verewigt, 2004 folgte When Time is lost auf der folgenden CD Berenstark 11.

Beim Bandwettbewerb „Made in Schaumburg“ belegten Crown of Creation 1997 einen mittelmäßigen 33. Platz.

Thomas Czacharowski, zwischenzeitlich Keyboarder bei Network (später Rock It), betätigte sich anschließend zunächst in den Studioprojekten Tears in Motion und Trance-4-Mation und ging danach zu Caleidoscope. Oppi wurde zunächst Gitarrist bei Dead Poetz Society, dann bei Gooseflesh und Matthias Blazek in Fontainebleau Sänger bei der German Skiffle Company. Nicci Knauer trat später bei Dead Poetz Society und schließlich bei Gooseflesh wieder hinter das Mikrophon.

Adrian Lesch spielt heute Keyboard und Gitarre bei Agent Dee in Hannover. Thomas Czacharowski knüpfte eine Zeitlang mit der Band Tales Of Tuesday (Gesang, Gitarre, Synthesizer) an den melodiösen Sound von Crown of Creation im Jahre 1993 an und gab dabei beispielsweise den seinerzeit noch unveröffentlichten Titel „Leaders“ und eine englische Übersetzung von „Ohne ein Wort“ zum Besten. Der Sessionmusiker Mustafa Akkuzu legte seine Gitarre beseite und sitzt heute bei GetOnUp an den Drums.

Unter dem früheren Namen Tomate sind Crown of Creation im „Celle-Lexikon“ von 1987 aufgeführt: „Tomate (Großmoor/Celle),1985 bis heute“.

Im Jahr 2010 lag die Gründung der Band genau 25 Jahre zurück. Ab dem 8. und 11. Mai 2010 lief über viele Wochen eine Serie mit der Geschichte von Crown of Creation im „Wathlinger Boten“ beziehungsweise im „Wathlinger Echo“, in der Fakten und Neuigkeiten aus den zurückliegenden 25 Jahren Jahr für Jahr vorgestellt wurden.

Zum Jubiläum erschien ein Buch von Crown of Creation, in dem alle Begebenheiten aus der 25-jährigen Geschichte der Band farbig bebildert beschrieben sind. Das Buch in A4 Hochglanz mit Hardcover und 24 Seiten gibt viele zum Teil unbekannte Informationen preis. Einzusehen ist das hübsche Werk bei den Bandmitgliedern.

Schriftzug zum Jubiläum

Crown of Creation legten überraschend zum 25. Jahrestag ihrer Gründung 1985 eine Maxi-CD mit dem Titel „Darkness in your Life“ auf. 1998 hatte die Band ihre Tätigkeit vorerst eingestellt. 2009 ging es wieder los, in einer Garage, unCoC Celler Kurier vom 21. August 2010d zwar mit Anne Crönert am Mikrophon. Annes Stimme verleiht seitdem dem Sound der Band die unvergleichliche besondere Note.

Die Publikation der Maxi-CD und auch die Bandproben in der Vergangenheit waren bis zuletzt ein streng gehütetes Geheimnis gewesen, das nicht einmal im engsten Familienkreis gelüftet wurde. Eine Videoproduktion mit der Dance Factory aus Lachendorf zu „Darkness in your Life“ wurde bei YouTube eingestellt.

Die Songs: „Darkness in your Life“ (04:01), „Run away“ (04:15), „Fallen Angel“ (04:36) und „Frustsong (Version 2010)“ (04:17), wie bei Crown of Creation gewohnt, allesamt Eigenkompositionen. Produziert und gemischt wurde der Silberling mit der LC-Nummer 05699 von Adrian in Hannover-Ahlem. „Frustsong“ war noch eine Mitkomposition aus „Matzingers“-Zeiten von Rick Jordan (Scooter).

Die übrigen Exemplare der CD sind nur noch bei den Mitgliedern der Band erhältlich.

Die Band hat in ihrem Jubiläumsjahr 2010 noch einen draufgelegt: Crown of Creation präsentierten exklusiv für ihre Fans und nur bei YouTube „At Christmas Time“ (Lyrics: Matthias Blazek, Robyn Small; Melody: Thomas Czacharowski). Der 4-Minuten-Song wurde am 12. Dezember des Jahres in Hannover-Ahlem eingespielt und von Adrian Lesch produziert. Das ist pures Weihnachtsvergnügen … Das Line-up: Anne Crönert, Sven Ackemann, Matthias Blazek, Thomas Czacharowski, Adrian Lesch und der Kinderchor aus Caro und Lara. „At Christmas Time“ bei YouTube. Aktueller Stand (25. Juli): 2972 Aufrufe!

Mario Paul, Vorsitzender des Wirtschafts-Interessen-Ringes Wathlingen, hat am 23. Mai 2011 einen einzigartigen CD-Sampler der Öffentlichkeit vorgestellt: „W.I.R. präsentiert: Celles Greatest“. Diese Vorzeigezusammenstellung präsentiert 18 vielfach unbekannte Titel aus der Celler Musikszene der letzten 25 Jahre, darunter – als ältestes Stück der Compilation – „Regrets“ (1989) von Crown of Creation und auch „Erde“ von Wathlinger, der bei der Aufnahme von Ex-CoC Nicci und Oppi unterstützt worden ist!

!!! Stimmen zur EP-CD Darkness in your Life !!!

„Die Musik ist wirklich richtig gut. Hat mir sehr gut gefallen.“

Iris S., Adelheidsdorf (†)

„Sehr eingängige Musik mit wunderbaren Texten, ich möchte mehr davon hören!“

Brigitte S., Großmoor

„Tolle CD mit Synthesizer-Musik wie aus den Achtzigern und einer starken Sängerin, Gratulation!“

Ute S., Großmoor

„Super Cover, etwas für Hannoverfans.“

Nicole L., Großmoor

„Well done CoC! Eine Empfehlung für Freunde der Synthesizer POP Musik!“

Detlef D., Wathlingen

„Glückwunsch an ‚Crown of Creation’ für eure gelungene ‚Re-Creation’! Meine Favoriten sind ‚Fallen Angel’ und der ‚Frustsong’.“

Christiane G., Adelheidsdorf

„Ein schöner Abstecher in die 80er Jahre.“

Helge S., Magdeburg

„Das könnte irgendwo im Radio spielen, scheint mir, … alle Achtung.“

Christiane B., Wathlingen

„Super moderne Musik, sehr professionell.“

Andreas B., Großmoor

„Mein spontaner Gedanke bei eurer Musik war, wie in den 80ern auf der Schlittschuhbahn mit meiner Clique. Das ist wie ein Zeitsprung in die Jugend.“

Laura C., Ahnsbeck

„Musik von CoC erinnert an ‚alte Zeiten’, ist aber trotzdem frisch und modern.“

Caius S., Wathlingen

„Alles in allem eine sehr interessante Scheibe.“

Dominik N., Adelheidsdorf

„Das vierte Lied finde ich am besten. Etwas Ruhiges zum Runterkommen!!!“

Jana T., Mandelsloh

„Eine persönliche Einschätzung von mir (ich bin ja nur Moderator, kein Musikprofi): Ich finde Track 2 und Track 4 toll! Gerade dieser 80er-Synthi-Sound bei Track 2 ist super einprägsam und absolut angesagt – kann mir gut vorstellen, dass das sehr gut ankommt. Und den balladigen Charakter von Track 4 find ich persönlich auch ganz zauberhaft.“

Verena Kortmann, Hit-Radio Antenne Niedersachsen

Gemeinsam mit der Chor-AG der Grundschule Adelheidsdorf haben Crown of Creation am 23./24. Juli 2011 im Tonstudio den Song „Child’s Eyes“ eingespielt. Toningenieur Birger Lange hat am Mischpult hervorragende Arbeit geleistet und spielte auch den Bass ein. Der CD-Endmix kam nach zwei Jahren Vorbereitungszeit von Oppi Oppermann, die Maxi-CD „With the Rhythm in my Mind“ erschien am 18. November 2013.

„Listed by popularity“: Achtungserfolg für Crown of Creation. Die Band belegt im August 2014 Platz 37 im Gesamtranking der deutschen Synthpop-Bands, vor Münchener Freiheit und Celebrate The Nun!

Crown of Creation ist die einzige erfolgreiche Synthiepop-Band Niedersachsens. Und sie wird in diesem Jahr bereits 30 Jahre alt. Zahlreiche CDs und Samplerbeiträge, diverse Tourneen in den neunziger Jahren, diverse Publikationen und auch Videoclips gehen auf ihr Konto. Im neu aufgelegten Buch „Großmoor“ (gibt es nur im Dorfladen in Großmoor) wird auf einer ganzen Seite ihre Entstehungszeit in Großmoor beleuchtet. Thomas Czacharowski hat nun ein knapp 10-minütiges Video produziert, das Deutschlands Historie seit der Bandgründung am 18. August 1985 beleuchtet und immer wieder einen Blick auf die technische Weiterentwicklung des Equipments gewährt. Am Ende erfährt der Betrachter, dass eine limitierte, 74-minütige CD-Zusammenstellung aus dem Jahr 1999, im Übrigen bereits die zweite seit dem 10. Geburtstag 1995, nun zum kostenlosen Download bereitsteht. Schlusstitel der Zusammenstellung ist ein Song aus „Tomate“-Zeiten von 1986: „This Night“. Die Meisten der früheren CoC-Sängerinnen kommen auf dem Sampler zu Wort, und es ist auch eine Liveaufnahme aus Fontainebleau von 1995 zu hören: „Child’s Eyes“. Der Titel der Zusammenstellung: 15 YEARS OF CROWN OF CREATION: A SPECIALLY-COMPILED 16 TRACK COLLECTION FEATURING RARE RECORDINGS, UNRELEASED MASTERS AND ESSENTIAL COC. Ein gelungener Griff ins Archiv einer Band, die scheinbar nicht alt zu werden scheint. Das Video gibt es hier: History, Part One.

Crown of Creation veröffentlichen Best-of-Doppel-CD

30 Jahre Crown of Creation bedeuten 30 Jahre niedersächsische Musikgeschichte. Die wohl letzte echte Synthiepop-Band aus dem hannoverschen Raum veröffentlicht ihr musikalisches Vermächtnis auf einer Doppel-CD, die am 18. August offiziell erscheinen wird.

Mit der Zusammenstellung beschreitet die Band einmal wieder ungewohnte Wege. Bereits 2013 hat sie mit der Produktion der Maxi-CD „With the Rhythm in my Mind“ ein Format vorgelegt, das im norddeutschen Raum heute eher ungewöhnlich ist. Gleiches gilt nun für die neue Doppel-CD, die auf dem Label von HOFA GmbH aufgelegt wird.

Auf der Best-of-Doppel-CD befinden sich nicht nur die großartigen Studioproduktionen des „Real Life“-Albums, sondern auch viele hitverdächtige Produktionen von Crown of Creation und erfolgversprechende Sideprojekte, die auf den nachfolgenden, in kleinerer Auflage produzierten (und zum Teil vergriffenen) CDs erschienen sind, und viele hörenswerte Demoaufnahmen, die zwischen 1985 und 1993 in Homerecording-Studios in Großmoor und Hannover produziert worden sind. Darüber hinaus gibt es auf der Doppel-CD auch Remixe namhafter Künstler, wie Martin Zwiener und des späteren Scooter-Keyboarders Rick Jordan, sowie eine Liveaufnahme aus der Tourneezeit der Band in Deutschland und Frankreich. Besonderes Highlight sind zwei Titel aus der Schaffenszeit der „Matzingers“, bei denen neben Matthias Blazek auch Rick Jordan mitgewirkt hatte: „Friedhofsballade“ und „Neandertalmann“, beide von 1985 und bislang auf CD nicht veröffentlicht.

Best of Crown of Creation

Insgesamt finden sich auf der Zusammenstellung über zweieinhalb Stunden Musik feinster Synthiepop-Musik, schöner Balladen und vieler tanz- und discogeeigneter Stücke, sodass für nahezu jeden Geschmack etwas dabei ist. Alle Stücke wurden von Tonstudiobetreiber Jens Bernewitz professionell klanglich optimiert und remastert. Ein dickes Hochglanzbooklet aus der Ideenwerkstatt von Bodo Lenk gibt reich bebildert die komplette Bandgeschichte preis. Zu allen Songs werden im Booklet Erläuterungen zur Produktion und Entstehungsgeschichte gegeben.

Die CD ist im Internet bei Amazon und Ebay erhältlich. In Großmoor, wo die Musikband am 18. August 1985 von den Mitgliedern des Gemischten Chores Großmoor Matthias Blazek und Thomas Czacharowski ins Leben gerufen wurde, ist das Glanzprodukt ebenfalls erhältlich. In dem vor einem Jahr gegründeten Dorfladen in Großmoor wird die Doppel-CD als regionales Produkt ab Dienstag, 18. August, neben der Großmoorer Chronik, verschiedenen regionalen CDs und Kochbüchern für 10 Euro angeboten.

Auf ihrer Facebookseite haben die beiden Hauptakteure bekannt gegeben: „The Reincarnation year has just begun.“ Auf der Rückseite der CD wird deutlich, was sie damit meinen: Die beiden Musiker haben den Weg zu ihren Wurzeln zurückverfolgt und machen weiter, wie sie 1985 begonnen haben, als Duo. Thomas Czacharowski: „Es geht mit Crown of Creation weiter. Wir haben viele neue Ideen. Die ersten Demoaufnahmen für die neue CD liegen bereits vor.“

Und schon gleich in der September-Ausgabe der magaScene Hannover wurde die Doppel-CD zur CD des Monats erkoren. Da heißt es unter anderem: „Wir finden auch so manch versteckte Songperle, bei der wir heute fragen: Warum wurde Crown of Creation nicht bekannter? Das ist/war doch unbedingt radiotaugliche Chartmucke!“ Thomas Czacharowski schreibt auf seiner Facebook-Seite: „Endlich ! 30 Jahre machen wir jetzt zusammen Musik und endlich haben wir es auch zur CD des Monats geschafft. Das ist irgendwie auch eine schöne Bestätigung, wenn man versucht seit 30 Jahren nicht nur Musik nachzuspielen, sondern eigene Songs zu komponieren. Vielen Dank und Grüße an dieser Stelle auch an alle meine Mitmusiker und Unterstützer der Band in den letzten 30 Jahren.“

Und just heute, am 17. Oktober, wo der Adelheidsdorfer Ortsteil Großmoor, die Wiege von Crown of Creation, seinen hundertsten Geburtstag feierte, schenkte Thomas Czacharowski seinem Heimatdorf ein Gemälde mit der Beschriftung „100 Jahre Großmoor“. Bürgermeisterin Susanne Führer hatte die Überraschung im Vorfeld geheimgehalten. Direkt im Anschluss hielt Bandkollege Matthias Blazek einen kurzweiligen Vortrag über die Siedlungsgeschichte des Dorfes, dessen seitenstarke Chronik er im Jahr zuvor geschrieben hatte.

Neue Maxi-CD „Tebe pojem“

Rechtzeitig zu Weihnachten 2019 hat die Band ihre neue Maxi-CD „Tebe pojem“ (Dir singen wir) präsentiert. Es ist bereits ihre sechste CD-Produktion. Mit ihrer neuen CD ist sie nun neue Wege gegangen. In Zusammenarbeit mit Werner Dudli vom Verein für ostkirchliche Musik in der Schweiz ist ein Werk entstanden, das die Hintergründe des vielfach interpretierten Liedes „Tebe pojem“ wissenschaftlich hinterfragt und zum Teil richtigstellt.

„Tebe pojem“ (Dir singen wir) ist ein Hymnus aus dem orthodoxen Gottesdienst. Die vorliegende Vertonung des Hymnus’ stammt vom Direktor der Hofsängerkapelle Katharina der Großen, Dmitri Bortnjanskij (1751-1825), der sich als Dirigent und Komponist von A-cappella-Sätzen einen großen Namen gemacht hat. Noch heute gilt der zu Gluchow in der Ukraine geborene Bortnjanskij als der bedeutendste Komponist geistlicher Musik im Russischen Reich um 1800.

„Tebe pojem“ (Dir singen wir) ist ein Hymnus aus dem orthodoxen Gottesdienst.

Manche Chorformationen geben heute den Gesang unter dem Titel „Tebe Pajom“ oder ähnlich an. Das ist allerdings nicht richtig. Der Text ist auf Kirchenslawisch und heißt richtig „Tebe pojem“. Die fehlerhafte Version entsteht durch die neurussische Aussprache von Menschen, die, oft durch den Kommunismus begünstigt, nie Berührung mit der kirchlichen Tradition hatten.

Sechs Versionen werden auf dem unmittelbar vor Weihnachten ausgelieferten Silberling präsentiert: drei Mixe von Crown of Creation, die unter der Regie von Adrian Lesch in Hannover produziert wurden, eine Liveversion der Chorgemeinschaft Großburgwedel-Wettmar aus dem Konzert „Ohrenfreude zum Mittsommer“ vom 22. Juni diesen Jahres in Großburgwedel, eine Geigenversion mit den Jugendlichen Hannah Goeze und Lennard Frommer sowie ein Ausklang am Klavier mit Lena Burkhardt, einer weiteren musikalischen Jugendlichen aus der Gemeinde Adelheidsdorf.

Die Chorgemeinschaft Großburgwedel-Wettmar, die seit dem Frühjahr 2017 besteht und von Matthias Blazek geleitet wird, rundet mit ihrer Beteiligung nach ihren Erfolgen auf dem Konzert am 22. Juni im Amtshof in Großburgwedel und bei einem Beratungssingen in Uelzen ein erfolgreiches Chorjahr ab.

Das von Monika Meyer gestaltete Cover wird von Bildern von Kirchen aus dem osteuropäischen Raum geziert, dazu ist ein Foto des Dirigenten und Komponisten Dmitri Bortnjanskij abgebildet. Die Maxi-CD, die pünktlich am 20. Dezember 2019 auf dem Label von HOFA GmbH (LC 05699) erschienen ist, hat eine Gesamtspieldauer von 13:44 Minuten.

Diskografie

Alben

  • 1994 – Real Life
  • 1995 – Back to the beginning – The best of the first 10 years
  • 1998 – Crown of Creation Meets Friends
  • 1999 – 15 Years of Crown of Creation (zum kostenlosen Download: tcz.lima-city.de)
  • 2015 – Best of Crown of Creation – 30 Jahre Bandgeschichte 1985-2015

Maxi-CDs

  • 2010 – Darkness in your Life
  • 2013 – With the Rhythm in my Mind
  • 2019 – Tebe pojem

Benefiz- / Tribute-Sampler etc.

  • 2001 – Paulinchen (Benefiz-Album für die Elterninitiative brandverletzte Kinder, mit Memory)
  • 2003 – Berenstark 10 (mit When Time is lost)
  • 2004 – Berenstark 11 (mit Friends)
  • 2010 – Abstürzende Brieftauben – TANZEN CD MEGA RARITÄT Punk (mit When Time is lost)
  • 2011 – W.I.R. präsentiert: Celle’s Greatest (mit Regrets)
  • 2012 – Celle’s Integrationsprojekt präsentiert: Made in Ce (mit Run away und dem noch unveröffentlichten Vampires in the Moonlight), die CD wurde am 28. April 2012 im Rahmen eines Benefizkonzertes in der Celler CD-Kaserne vorgestellt!

Sonstige Veröffentlichungen

  • 1993 – Songbook (Spiralbindung) mit 30 CoC-Songs, Werdegang und Stammbaum
  • 1997 – Crown of Creation JUBILÄUMSBROSCHÜRE 15.01.1997, 16-seitiges Heft in DIN A 5
  • 2006 – Bandchronik im Niedersächsischen Bandkompendium 1963–2003

als Gäste bei anderen Künstlern

  • 1996 – Studio-Mitarbeit von Matthias Blazek an 3-Titel-CD Je te redirai „Je t’aime” von Chansonnier Jean-Pierre Beaumier, veröffentlicht auf Benefiz-Sampler Paulinchen (2001).

Nebenprojekte

1996 German Skiffle Company (CD)
  • Matzingers (Soloprojekt Matthias Blazek 1984–1986)
1985 Neandertal (Tape)
1999 Anthology (CD)
2003 – Adventskonzert (CD)
2010 – Celler Weihnacht (CD, Titel „Transeamus“ mit Sologesang von Matthias Blazek)
  • Matthias Blazek und Thomas Czacharowski (Soloprojekt)
2015 – Die Moorsoldaten (EP)

Weblinks

Facebook

Hörproben (Homepage von Thomas Czacharowski)

Wikipedia

Marjorie-Wiki

PlusPedia

YouTube

Aktuelle Presseinfos (von neu nach alt)

History

Shop